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Trayvon-Martin-Urteil bringt weder Gerechtigkeit noch Frieden

Pressemitteilung von Stefan Liebich,

„Der Freispruch für den Todesschützen George Zimmerman ist ein Schlag ins Gesicht der Gerechtigkeit. Auch dieses Urteil wird das Zusammenleben in den USA nachhaltig schädigen“, erklärt Stefan Liebich, Mitglied des Auswärtigen Ausschusses für die Fraktion DIE LINKE und stellvertretender Vorsitzender der Parlamentariergruppe USA, zum Urteil im Fall Trayvon Martin, einem 17jährigen US-Amerikaner mit schwarzer Hautfarbe, der vor einem Jahr unbewaffnet von dem Mitglied einer Bürgerwehr in Florida erschossen wurde. Liebich weiter:

 

„Erneut hat die US-amerikanische Justiz angesichts eines strukturellen Rassismus versagt. Lynchjustiz darf nicht gerichtlich gedeckt werden. Immer wieder werden Menschen, die keinen weißen Hintergrund haben, vor Gericht anders behandelt als Weiße, egal ob sie Kläger oder Angeklagte sind. Dagegen postuliert die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten absolute Gleichheit. Dieses Versprechen ist immer noch einzulösen.Wie bereits bei den Freisprüchen gegen jene Polizisten in Los Angeles, die 1991 den farbigen US-Amerikaner Rodney King schwer misshandelt hatten, strengt die Bürgerrechtsorganisation National Association for the Advancement of Colored People (NAACP) auch in diesem Fall einen Prozess wegen Verletzung der Bürgerrechte an. Die NAACP hat eine Online-Petition an das Justizministerium in Washington gestartet. Sie verdient auch aus Deutschland Unterstützung. Den Link zur Petition finden Sie hier: petitions.moveon.org/sign/open-a-civil-rights-case

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