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ThyssenKrupp bedroht Menschenleben in Brasilien

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„ThyssenKrupp verletzt durch den Bau seines Stahlwerks an der Küste Brasiliens grundlegende Menschenrechte und zerstört ganze Mangrovenwälder. Das Projekt gefährdet damit die Existenzen von 8.000 Fischern und ihren Familien“, so Niema Movassat anlässlich der Hauptaktionärsversammlung von ThyssenKrupp in Bochum auf der ein Vertreter der Fischer, Luis Carlos Oliveira, der wie andere Kritiker des Konzerns unter Morddrohungen leidet, über die Situation vor Ort berichten wird. Das Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung für die Fraktion DIE LINKE weiter:

„Das Stahlwerk in Sepetiba ist eines von vielen Negativbeispielen für deutsche Auslandsinvestitionen. Wenn die neue Bundesregierung Menschenrechte als zentralen Aspekt der Entwicklungszusammenarbeit verankern will, dann muss gerade das für das Handeln deutscher Konzerne im Ausland gelten. Eine Stellungnahme des Entwicklungsministers ist dringend erforderlich.

DIE LINKE unterstützt die Forderung der brasilianischen Anwohnerinnen und Anwohner und der kritischen Aktionäre nach Wiedergutmachung der ökologischen und sozialen Schäden, die das Stahlwerk angerichtet hat. Alle deutschen Unternehmen, so auch ThyssenKrupp in Brasilien, müssen nach den gleichen ökologischen, technischen und sozialen Standards wie in Deutschland arbeiten.

DIE LINKE wird sich mit der Veranstaltung morgen Abend in Berlin, auf der Luis Carlos Oliveira zu Gast sein wird, für die Interessen der Menschen im Süden, die durch deutsche Konzerne geschädigt werden, einsetzen.“

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