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Stuttgart 21 – Ade

Pressemitteilung von Sabine Leidig,

„Es wird Zeit, dass jetzt auch Verkehrsminister Ramsauer und Kanzlerin Merkel Farbe bekennen und sich endlich von Stuttgart 21 verabschieden. Nicht nur die Kosten des Projekts laufen aus dem Ruder, auch das ganze Projekt erweist sich als komplette Fehlkonstruktion, was Kapazitäten und Sicherheitsprobleme anbetrifft. Deswegen gilt jetzt: Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende“, so Sabine Leidig, verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zur aktuellen Diskussion über die Zukunft des Stuttgarter Bahnhofprojektes S21. Leidig weiter:

 

„Es sollte jetzt so schnell wie möglich ein Architekturwettbewerb ausgeschrieben werden, wie der alte Kopfbahnhof am besten wieder aufgebaut und weiter verbessert werden kann. Das Argument, eine völlig neue Planung würde jahrelang dauern, wird durch die Tatsache entkräftet, dass S21 noch nicht vollständig genehmigt ist. Es fehlen immer noch Planfeststellungen für sieben Bauabschnitte, die wiederum mit erheblichen Kostenrisiken verbunden sind. Eigentlich hätte der Bau unter diesen Bedingungen nie begonnen werden dürfen. Aber die Bahn wollte schlichtweg Fakten schaffen, um den Druck zu erhöhen. Davor sollte die Politik jetzt nicht einknicken. Erst diese Woche wurde zudem das Gutachten von Dr. Christoph Engelhardt bekannt, in dem zweifelsfrei nachgewiesen wird, dass auch die Bahnhofstreppen und Zugänge viel zu gering dimensioniert sind und damit zusätzliche Sicherheitsrisiken darstellen. Damit ist ein weiterer Beweis erbracht, dass S21 viel zu geringe Kapazitäten aufweisen würde.Eines ist festzuhalten: Es dürfen keine weiteren Milliarden dem gescheiterten Bauprojekt hinterher geworfen werden, die dringend für den Ausbau des Schienenverkehrs in anderen Bereichen benötigt werden. Eine Planung für den Umbau des bestehenden Kopfbahnhofs ist nicht nur ungleich einfacher, schneller und kostengünstiger, sondern würde auch einen Bahnhof mit einer sehr viel höheren Kapazität für einen zukünftig wachsenden Schienenverkehr schaffen und zwar ohne Probleme für Brandschutz, Gleisneigung und vieles mehr.“

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