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Studiengebühren senken die Attraktivität des Studiums

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

"Zur heutigen Veröffentlichung der Hochschulstatistik "Hochschulstandort Deutschland 2005" vom Statistischen Bundesamt erklärt die bildungspolitischen Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag Nele Hirsch:"

Die Zahlen belegen eindeutig die falsche Politik von Bund und Ländern. Die Hochschulen müssten endlich eine soziale Öffnung erfahren. Die aktuellen Zahlen stellen das exakte Gegenteil dar.

Die Bundesregierung hat das Ziel formuliert, 40 Prozent eines Jahrgangs zur Studienaufnahme zu bewegen. Zum Wintersemester 2005/06 liegt diese Zahl nur bei 36,7 Prozent. Sie ist nach einem kurzzeitigen Höhepunkt seit zwei Jahren rückläufig. Seitdem viele Länder Studiengebühren eingeführt haben oder damit liebäugeln, lässt die Attraktivität eines Studiums offensichtlich nach. Die Debatte um die Abschaffung des BAföGs verschärft die Situation weiter.

DIE LINKE setzt sich als einzige im Bundestag vertretene Fraktion für eine gebührenfreie Bildung ein. In den vergangenen Jahren haben sowohl das CDU-regierte Hessen als auch das damals noch rot-grüne Nordrhein-Westfalen so genannte Langzeitstudiengebühren eingeführt. Der heute vorgestellte Bericht zeigt einen signifikanten Rückgang von Studierenden ab dem 15. Semester. Dies ist nach Nele Hirsch keinesfalls als Erfolg zu werten. Richtig wäre es, diesen Menschen am Ende ihres Studiums Perspektiven zu bieten anstatt sie mit Sanktionen zu belasten.

Nach der Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks nehmen lediglich elf Prozent der Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus unteren sozialen Schichten ein Studium auf. Nur 26 Prozent der Studierenden werden nach dem BAföG gefördert.

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