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Studienfinanzierung nur ohne Studiengebühren

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

„Es ist ein Schritt in die völlig falsche Richtung, wenn die Wirtschaftsvertreter ihrem Finanzierungsmodell Studiengebühren in Höhe von 500 Euro pro Semester zugrunde legen“, so Nele Hirsch zu den Vorschlägen des Stifterverbandes und Wirtschaftsvertretern, die heute als „Eckpunkte einer investitionsorientierten Hochschulfinanzierung“ vorgestellt wurden. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„DIE LINKE lehnt das Bezahlstudium grundsätzlich ab. Studiengebühren verschärfen die soziale Selektion an den Hochschulen. Das hessische Beispiel zeigt: Studiengebühren können abgeschafft werden. Das ist der politische Auftrag, den Bund und Länder haben. Ansonsten bietet der Vorschlag der Wirtschaftsvertreter wenig Neues.

Bereits in den 90er Jahren legte das Deutsche Studentenwerk mit seinem Drei-Körbe-Modell einen ähnlichen, aber progressiveren Vorschlag vor. Er sollte wieder die Grundlage für die weitere Debatte um die Studienfinanzierung werden. Es ist richtig, dass die Studienfinanzierung elternunabhängig und als Vollzuschuss gewährt werden muss.

Die Wirtschaftsvertreter ebnen mit ihrem Vorschlag darüber hinaus der zunehmenden Privatisierung von Bildung den Weg. Bildungskredite sollen zur Normalität werden. Dann ist es nur eine Frage der Zeit bis die öffentliche Finanzierung Schritt für Schritt zurück gefahren wird.“

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