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Studien- und Arbeitsbedingungen an Hochschulen verbessern

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Die künftige Regierung muss die eklatanten Missstände im Hochschulsystem zur Kenntnis nehmen und die Situation der Studentinnen und Studenten sowie der Beschäftigten endlich verbessern“, erklärt Nicole Gohlke, hochschul- und wissenschaftspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Sondierungsgespräche zum Bereich Bildung. Nicole Gohlke weiter:

„Akut erleben wir zu Semesterbeginn, dass Studentinnen und Studenten gerade in Großstädten kaum bezahlbaren Wohnraum finden. Seit 2010 sind die Mieten in München beispielsweise um über 50 Prozent angestiegen, der Anteil für Wohnkosten im BAföG stieg im selben Zeitraum aber nur um zwölf Prozent. Damit Studieren im Fach und am gewählten Studienort bald nicht nur für eine begüterte Minderheit möglich wird, müssen der Freibetrag und die Bedarfssätze des BAföG endlich substantiell erhöht werden. Die Wohnpauschale von jetzt 250 Euro muss an die realen Mietpreise angepasst werden.

 Eine solide Grundfinanzierung der Hochschulen ist gerade auch mit Blick auf die dramatisch prekarisierten Arbeitsverhältnisse geboten. Die Novellierung des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes hat wie erwartet bislang kaum zur Entfristung von Arbeitsverhältnissen geführt - oft wird sogar berichtet, dass mit der unbestimmten Worthülse ‚Qualifizierung‘ praktisch ein weiterer Sachgrund zur Befristung entstanden ist. Das ist ein unhaltbarer Zustand für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ebenso wie für die Lehre. Um eine konstante Finanzierung zu gewährleisten, fordert DIE LINKE, den Hochschulpakt auf dem Niveau von 2017 zu verstetigen.“

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