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Stromnetze und Stromerzeugung zusammen und sinnvoll planen

Pressemitteilung von Johanna Regina Voß,

„Auch wenn die überarbeitete Fassung des Netzentwicklungsplans weniger Netzausbau vorsieht, bleibt es weiterhin bei den völlig falschen Voraussetzungen in der gesamten Netzplanung“, so Johanna Voß, Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur für die Fraktion DIE LINKE, zur Übergabe des Netzentwicklungsplans an Bundeswirtschaftsminister Rösler, in dem nur drei Viertel der Ursprungsvorhaben bestätigt worden sind. Voß weiter:

 

„Es ist grundsätzlich falsch, Stromnetze und Stromerzeugung unabhängig voneinander zu planen. So müssen die Netzbetreiber ein Netz für alle möglichen Kraftwerksstandorte planen. Das treibt den Netzausbaubedarf in unnötige Höhen. Ein weiterer Treiber sind die vielen Offshore-Windparks. Unter solchen Vorgaben können die Netzbetreiber die Netze kaum anders planen. Die Bundesregierung muss endlich umsteuern: Stromerzeugung und Stromnetze müssen wieder zusammen entwickelt werden. Dann kann Strom dezentral und verbrauchsnah erzeugt werden. In Ergänzung mit dezentralen Speichern kann viel Netzausbau eingespart werden.Gut ist, dass nun drei anstatt vier Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungs-Korridore (HGÜ) vorgesehen sind, und dass weniger Netzausbau- und Neubauprojekte als ‚dringlich‘ eingestuft werden. Das bestätigt unsere Einschätzung, dass im ersten Entwurf viel zu viele Leitungen geplant waren. Ein Fortschritt scheint auch, dass die Bürgerbeteiligung doch nicht komplett ins Leere läuft, wie noch bei der Überarbeitung durch die Netzbetreiber zu befürchten war. Das reicht aber für eine sinnvolle Netzplanung nicht aus.“

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