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Steuerwillkür bei Sexarbeiterinnen beenden

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

„Die Doppelmoral der patriarchalen Gesellschaft im Umgang mit Prostitution zeigt sich auch in deren steuerlichen Behandlung“, erklärt die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Kirsten Tackmann, anlässlich des morgigen Internationalen Hurentages. Tackmann weiter:

„Die Bundesregierung muss endlich tätig werden und die Umsetzung des Prostitutionsgesetzes voranbringen.

Trotz diverser Absichtserklärungen des Bundesfinanzministeriums besteht für Sexarbeiterinnen bis zum heutigen Tag keine Rechtssicherheit bei der Besteuerung. Die Bundesländer verfahren hier willkürlich. Häufige Praxis ist die Besteuerung mittels einer Pauschale, deren Einzug den Bordellbetreibern bzw. -betreiberinnen aufgezwungen wird. Diese Tagespauschale wird zudem nach Gutdünken - und damit meist zu hoch - angesetzt und diskriminiert daher vor allem geringverdienende Prostituierte. Die steuerliche Behandlung von Prostituierten widerspricht den Grundsätzen der Gleichmäßigkeit und Gesetzmäßigkeit der Besteuerung, und damit der Steuergerechtigkeit.

DIE LINKE wird sich auch weiterhin für die rechtliche und soziale Absicherung von Frauen stark machen, die sich selbstbestimmt für eine Tätigkeit als Sexarbeiterin entschieden haben.

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