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Steigende Reallöhne sind das Gebot der Stunde

Pressemitteilung von Oskar Lafontaine,

Zur Debatte über eine Beteiligung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an den Unternehmen erklärt der Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE., Oskar Lafontaine:

Eine Beteiligung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Produktivvermögen ist eine uralte Forderung der Linken. Doch bei dieser Beteiligung kommt es sehr auf die konkrete Ausgestaltung an.

Die jetzige Diskussion darf nicht dazu genutzt werden, die dringend notwendigen Lohnerhöhungen zu verhindern. Der von einer schwachen Binnennachfrage beeinträchtigten Konjunktur nutzt es nichts, wenn den Arbeitnehmern jetzt eine Beteiligung an ihren Betrieben anstatt von Lohnerhöhungen angeboten würde.

Steigende Reallöhne sind das Gebot der Stunde.

Zudem dürfen solche Beteiligungen gerade im Hinblick auf die Altersversorgung nicht so gestaltet werden, dass die Arbeitnehmer am Ende ihres Arbeitslebens wie viele ihrer amerikanischen Kollegen beim Enron-Skandal mit leeren Händen dastehen.

Wer sich jetzt für eine Beteiligung der Arbeitnehmer am Produktivvermögen stark macht, muss zudem folgerichtig auch die maßlose Privatisierung öffentlichen Eigentums zurücknehmen. Öffentliches Eigentum an Bildungseinrichtungen, Krankenhäusern, Wasser-, Energie- und Verkehrsunternehmen ist die beste Voraussetzung dafür, die Grundversorgung der Bevölkerung zu sichern.