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Sparwahn wird sich als Bumerang erweisen

Pressemitteilung von Sabine Zimmermann,

"Die Abschwächung des Arbeitsmarktes setzt sich fort. Die saisonbereinigte Arbeitslosenzahl ist gegenüber dem Vormonat angestiegen. Gleichzeitig geht die Zahl der gemeldeten offenen Stellen zurück. Die Unternehmen blicken zunehmend pessimistisch in die Zukunft. Verunsicherung macht sich breit, angesichts der Eurokrise und der verheerenden Krisenpolitik der Bundesregierung, die die Konjunktur im Euroraum mit ihren Spardiktaten für die Krisenländer immer mehr stranguliert. Nun schlägt sich dieser politische Irrweg langsam aber sicher auch auf dem deutschen Arbeitsmarkt nieder“, erklärt Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zum aktuellen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit. Zimmermann weiter:

 

„Die jüngsten Arbeitsmarktzahlen zeigen deutlich die aus der Niedriglohnpolitik der Bundesregierung resultierende Fehlentwicklung am Arbeitsmarkt der letzten Jahre. 1,2 Millionen abhängig Beschäftigte können vom Lohn ihrer Arbeit nicht leben und beziehen ergänzende Hartz IV-Leistungen. Die Entwicklung am Arbeitsmarkt schreit immer lauter nach der Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, um Arbeit wieder existenzsichernd zu machen. Zur Förderung von Arbeitslosen muss die Bundesregierung mehr Arbeitsmarktmittel zur Verfügung stellen. Stattdessen betreibt sie seit Jahren einen Kahlschlag bei den Unterstützungsleistungen für erwerbslose Menschen und entzieht der Bundesagentur für Arbeit systematisch die finanziellen Grundlagen, so auch im aktuellen Haushaltsentwurf. Vor dem Hintergrund eines schwächelnden Arbeitsmarktes wird sich der Sparwahn als Bumerang erweisen. Insbesondere Langzeitarbeitslose, arbeitslose schwerbehinderte Menschen und ältere Arbeitslose müssen grundsätzlich besser gefördert werden.“

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