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Späte Gerechtigkeit für Opfer von Nazi-Kriegsverbrechen

Pressemitteilung von Ulla Jelpke,

„Es ist beschämend, dass Nazi-Kriegsverbrecher mehr als 65 Jahre nach dem Krieg weiterhin auf den Schutz der Bundesregierung zählen können“, beklagt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, angesichts der Weigerung Deutschlands, in Italien wegen Kriegsverbrechen verurteilte Wehrmachtsangehörige auszuliefern. Jelpke weiter:

„Mit der Verurteilung von neun ehemaligen Mitgliedern der Fallschirm-Panzerdivision ‚Hermann Göring‘ zu lebenslangen Freiheitsstrafen ist den Angehörigen von rund 400 im Jahr 1944 am Apennin niedergemetzelten Zivilisten späte Gerechtigkeit wiederfahren. Getrübt wird dieses Urteil eines Gerichts in Verona dadurch, dass die Täter als scheinbar ehrbare Bürger weiterhin ihren Lebensabend in Deutschland verbringen können. Aufgrund der Weigerung der Bundesregierung, Kriegsverbrecher nach Italien zu überstellen, müssen sie nicht einmal eine symbolische Strafe befürchten. Doch ihre mörderischen Taten und das Leid ihrer Opfer bleiben unvergessen.“

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