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Schutz der afghanischen Bevölkerung muss endlich Priorität haben - auch für die Bundesregierung

Pressemitteilung von Paul Schäfer,

„Die Bundesregierung darf angesichts des dramatischen Anstiegs der Zahl ziviler Opfer nicht weiter die Augen vor der Realität in Afghanistan verschließen“, kommentiert Paul Schäfer die Erklärung der Agency Coordinating Body for Afghan Relief (ACBAR), einem Zusammenschluss von über 100 internationalen und afghanischen NGOs. Der verteidigungspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE erklärt weiter:

„Die von ACBAR dokumentierte zunehmende Zahl von Anschlägen der Aufständischen und Luftbombardements der NATO unterstreicht es: So viel Krieg war noch nie in Afghanistan. Im Juli konnten die Kriegsparteien sogar einen traurigen Rekord verbuchen: 260 zivile Opfer. Insgesamt kann bereits jetzt von mehr als 1.000 zivilen Opfern in diesem Jahr ausgegangen werden. Mitverantwortlich für diese Entwicklung ist auch die NATO. Die intensive Jagd auf Einzelpersonen und die verstärkte Nutzung von Luftangriffen fordern zwangsläufig mehr zivile Opfer.

Die afghanische Bevölkerung braucht keine Lippenbekenntnisse von NATO-Offiziellen, sondern eine sofortige Einstellung der Angriffe auf ihre Dörfer und Städte. Außerdem muss es selbstverständlich werden, dass bei der Tötung von Zivilisten eine unabhängige und transparente Untersuchung durchgeführt wird und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden.

DIE LINKE fordert die Bundesregierung auf, das militärische Abenteuer in Afghanistan zu beenden und nicht durch die Entsendung von fliegenden Gefechtsfeldzentralen, den AWACS, weiter anzuheizen.“

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