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Schröder bei Abstimmung über die Frauenquote ohne Rückhalt in den eigenen Reihen

Pressemitteilung von Yvonne Ploetz,

„Ein Schritt in die richtige Richtung, aber noch nicht weit genug“, so Yvonne Ploetz, frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, über die Gesetzesinitiative zur Einführung einer verbindlichen Frauenquote im Aufsichtsrat börsenorientierter Unternehmen, die morgen im Bundesrat zur Abstimmung steht. Ploetz weiter:

„DIE LINKE begrüßt es, wenn durch eine verbindliche Regelung zur Besetzung von Führungspositionen die Aufstiegschancen von Frauen in die oberen Führungsetagen verbessert werden. Dadurch sind wir auf dem Weg zu mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern im Arbeitsleben. Ziel muss aber eine 50 Prozentquote für alle Aufsichtsräte und Vorstände sein, denn auch Frauen in Führungsgremien steht die Hälfte der Welt zu. Gleichzeitig brauchen wir vor allem eine Arbeitsmarkt- und Familienpolitik, die im Blick hat, dass Frauen auf allen Hierarchieebenen der Arbeitswelt unterrepräsentiert sind und einen geringeren Verdienst und weniger Sondervergütungen erhalten, als ihre männlichen Kollegen. Mit diesen Diskriminierungen muss endlich Schluss sein.Dass die Initiative von zwei CDU-regierten Ländern mitinitiiert wurde zeigt, dass Kristina Schröder als Frauenministerin kaum noch Rückhalt in den eigenen Reihen besitzt. Mit ihrer Initiative wollen die CDU-Länder die Blockadehaltung der Ministerin bei der Quote aufbrechen, um den Schaden, den die Ministerin frauenpolitisch anrichtet, zu begrenzen. Schröder wird auch in den Koalitionsreihen zunehmend als das gesehen, was sie ist: ein frauenpolitischer Rückschritt.“

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