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Saisonarbeit in der Region langfristig sichern

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zu den Informationen der Bundesagentur für Arbeit, dass dieses Jahr mehr einheimische Saisonarbeitskräfte nachgefragt werden, erklärt Kirsten Tackmann, Mitglied des Vorstandes und agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE.:

Die Eckpunkteregelung zur Saisonarbeit in der Landwirtschaft scheint trotz ihrer vielen Kritikerinnen und Kritikern langsam Wurzeln zu schlagen und Blüten zu bilden. Die Verstetigung dieser positiven Effekte muss dringend das Ziel der politischen Bemühungen um die ländlichen Räume sein. Nur wer langfristig eine Perspektive in Saisonarbeit oder Landwirtschaft bekommt, wird auch motiviert sein.

Landwirtschaftliche Betriebe, die konsequent auf Fachpersonal aus ihrer Umgebung setzen, sichern die eigene Zukunft und die ihrer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Dabei muss die körperlich anstrengende Arbeit auch gerecht entlohnt werden. 3,83 Euro für die Spargelernte in Brandenburg sind nicht tolerierbar. Neben einem fairen Mindestlohn von 8,00 Euro sind gute Arbeits- und Unterkunftsbedingungen von zentraler Bedeutung. Das Qualitätssiegel „Faire Saisonarbeit“ der IGBAU ist ein gutes Beispiel, wie den Unsicherheiten der Arbeitnehmerinnen und -nehmer in Bezug auf Arbeitsbedingungen sowie der Gefahr des Sozial- und Lohndumpings angemessen begegnet werden kann.

DIE LINKE. fordert die Bundesregierung auf, sich konsequent für die Förderung von Arbeitgeberzusammenschlüssen zur Stärkung ländlicher Räume auszusprechen, akzeptable Arbeitsbedingungen zu schaffen und einen Mindestlohn zu garantieren.

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