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Rente mit 67 benachteiligt vor allem Frauen

Pressemitteilung von Volker Schneider, Kirsten Tackmann,

Die frauenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Kirsten Tackmann und der rentenpolitische Sprecher der Fraktion, Volker Schneider, lehnen die von der Bundesregierung geplante Anhebung des Renteneintrittsalters auf 67 als sozial- und geschlechterpolitisch ungerecht ab.

"Frauen werden durch die geplante Rente mit 67 massiv benachteiligt", ist sich Tackmann sicher. "Insbesondere die Ausnahmeregelung für langjährige Versicherte, nach 45 Beitragsjahren auch weiterhin abschlagsfrei mit 65 Jahren in Rente gehen zu können, weist eine erhebliche geschlechterpolitische Schlagseite auf: 2004 etwa konnten 27 Prozent der Männer, aber nur 4 Prozent der Frauen 45 Beitragsjahre vorweisen. Das durchschnittliche Alterseinkommen von Männern übersteigt das von Frauen schon jetzt deutlich. Diese Einkommensschere wird sich jetzt noch weiter zu Lasten der Frauen öffnen. Gleichzeitig werden sie die Sonderregelung durch ihre Beiträge mitfinanzieren. Die Regierung setzt ihre Frauen diskriminierende Politik fort."

"Frauen müssen zudem wesentlich höhere Abschläge bei vorzeitigem Rentenbeginn in Kauf nehmen", ergänzt Schneider. "Davon sind Frauen in den neuen Bundesländern überproportional betroffen. Dort lag der vorzeitige Rentenzugang aufgrund von Arbeitslosigkeit im Jahr 2004 bei Frauen bei 73,8 Prozent, bei Männern bei 68,4 Prozent. Kindererziehungs- und Pflegezeiten sollen zwar auf die 45 Pflichtbeitragsjahre angerechnet werden, Zeiten der Arbeitslosigkeit jedoch nicht." DIE LINKE. werde deshalb sehr genau prüfen, ob das noch mit dem verfassungsrechtlichen Gebot der Gleichbehandlung in Einklang zu bringen sei.

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