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Regierung ignoriert dramatische Armut und Arbeitslosigkeit unter Jugendlichen

Pressemitteilung von Diana Golze,

"Jugendliche sind die Verlierer der Politik dieser Bundesregierung", erklärt Diana Golze zu einer Studie des Deutschen Gewerkschaftsbundes, wonach mehr als 900.000 Jugendliche zwischen 15 und 24 Jahren von Hartz IV leben müssen. Die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

"Während das Problem der Kinderarmut zumindest in aller Munde ist, wird Jugendarmut völlig verdrängt. Von der Regelsatz-Erhöhung und dem Schulbedarfspaket bis zur 10. Klasse für Schulkinder in Hartz IV haben Jugendliche praktisch nichts. Während die Bundesregierung sich für die im Jahr 2008 offiziell gesunkene Jugendarbeitslosigkeit feiert, scheint sie einen großen Teil der Jugendlichen bereits abgeschrieben zu haben. Zusammen mit den fast 300.000 Jugendlichen, die Arbeitslosengeld I beziehen, geht es hier um 1,2 Millionen junge Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind. Das ist ein riesiger gesellschaftspolitischer Skandal! Es kann nicht hingenommen werden, dass bundesweit jeder zehnte Jugendliche und in Ostdeutschland sogar mehr als jeder sechste Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren auf Hartz IV angewiesen ist.

Die Tatsache, dass ein Großteil dieser Jugendlichen deshalb staatliche Hilfe braucht, weil sie selbst oder ihre Eltern zu wenig verdienen, um davon leben zu können, schlägt dem Fass den Boden aus. Auch anhand der besonders hohen Sanktionsquote von 10 Prozent wird deutlich, wie stark sich der Staat immer mehr auf die Bekämpfung der jungen Arbeitslosen konzentriert, statt auf die Verminderung und Verhinderung ihrer Erwerbslosigkeit. Gegen die gravierende Jugendarbeitslosigkeit helfen keine schärferen Repressionen, sondern nur bessere Perspektiven. Statt Zwangsvermittlung in 1-Euro-Jobs setzt sich DIE LINKE gemeinsam mit den Gewerkschaften für eine Ausbildungsplatzumlage und wirkliche Fördermaßnahmen ein."

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