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Rechtsanspruch auf eine vollwertige Ausbildung muss endlich kommen

Pressemitteilung von Birke Bull-Bischoff,

„Azubis dürfen nicht als Billigarbeitskräfte ausgebeutet werden. Zudem sollte sich keiner wundern, wenn angesichts der Mängel in der Ausbildungsqualität in einigen Branchen und Betrieben Ausbildungsplätze leer bleiben“, erklärt Birke Bull-Bischof, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heutigen Veröffentlichung der Ergebnisse des Ausbildungsreports der DGB-Jugend. Bull-Bischoff weiter:

„Fast 40 Prozent der Azubis wissen im letzten Lehrjahr noch nicht, ob sie übernommen werden. Daneben bleiben häufig junge Menschen mit höchstens einem Hauptschulabschluss auf der Strecke. Vor Ausbruch von COVID-19 waren schon über zwei Millionen junge Menschen unter 35 Jahren ohne Ausbildung und damit von prekären Arbeitsbedingungen oder Arbeitslosigkeit betroffen. Ein Rechtsanspruch auf eine vollwertige Ausbildung muss endlich kommen.

DIE LINKE fordert eine Beschäftigung, die nicht über die vereinbarte wöchentliche Arbeitszeit hinausgeht, die Einrichtung von Beschwerdestellen, die ein niedrigschwelliges und barrierefreies Beschwerdemanagement ermöglichen, sowie einen geeigneten Betreuungsschlüssel von Ausbildern und Azubis.

Es wird deutlich, dass die Corona-Krise auf bereits lang bestehende massive Probleme auf dem Ausbildungsmarkt trifft und hier wie ein Brandbeschleuniger zu wirken droht. Eine Konsequenz aus der derzeitigen Situation muss daher sein, eine solidarische Umlagefinanzierung von Ausbildungsplätzen einzuführen, um die Ausbildungskapazitäten zu stärken, den Ausbildungsmarkt krisensicherer zu machen. Und es muss zudem verhindert werden, dass die Krise dazu genutzt wird, hart erkämpfte Schutzrechte für Auszubildende zugunsten von Arbeitgebern zu minimieren und damit die Ausbildungsbedingungen dauerhaft zu verschlechtern.“

 

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