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Privatvorsorge ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems

Pressemitteilung von Harald Weinberg,

„Wer Privatvorsorge predigt und der Privaten Krankenversicherung das Wort redet, macht Krankheit und Alter zu einer Frage des Geldbeutels und spaltet die Gesellschaft weiter“, kommentiert Harald Weinberg, Obmann im Gesundheitsausschuss für die Fraktion DIE LINKE, Forderungen des Gesundheitsministers nach einem Ausbau der privaten Vorsorge. „Gesundheitsminister Bahr sollte sich endlich für die Interessen der Versicherten, statt für die Interessen der Versicherungswirtschaft einsetzen.“ Weinberg weiter:

„Das Mantra der FDP, Privat vor Staat, wird auch durch ständige Wiederholung nicht richtig. Private Krankenversicherungen (PKV) sind für die Versicherten ein schlechtes Geschäft und für die Gemeinschaft ein unsolidarisches Übel. Die gesetzliche Krankenversicherung arbeitet wesentlich effizienter als die Privaten. Die Verwaltungskosten in der Privatversicherung liegen mit über 16 Prozent etwa dreimal so hoch wie in der gesetzlichen Versicherung. Außerdem erhält ein gesetzlich Versicherter pro ausgegebenem Euro mehr Leistung, weil der Arzt nicht so viel abrechnen darf wie bei Privatpatienten.

Bahr erzählt also schlicht Unsinn, wenn er meint, nur wenn man privat vorsorge, wisse man, dass das Geld auch für die Vorsorge zur Verfügung stünde. Die in der PKV Versicherten erleben gerade das Gegenteil, wenn sie die exorbitant steigenden Versicherungsbeiträge im Alter kaum noch bezahlen können. Die Privatvorsorge ist nicht Teil der Lösung, sondern Teil des Problems, weil damit die Solidargemeinschaft geschwächt wird.“

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