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Praktikum darf kein rechtsfreier Raum mehr sein

Pressemitteilung von Nicole Gohlke,

„Die Zahlen des DGB zeigen: Ausbeutung im Praktikum ist kein Randphänomen“, kommentiert Nicole Gohlke die vom DGB herausgegebene Studie „Generation Praktikum 2011“. Die hochschulpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Das Praktikum darf kein rechtsfreier Raum mehr sein. Die Ausbeutung ist mit Händen zu greifen: 40 Prozent der Praktikanten erhalten keinen Cent, trotz Hochschulabschluss. Durchschnittlich liegt die Vergütung bei unterirdischen 3,77 Euro pro Stunde.

Die Vernichtung regulärer Arbeitsplätze durch Praktika ist ein weiterer Missstand. 78 Prozent der Befragten sprachen sich deshalb für Kontrollen aus, die feststellen, ob reguläre Beschäftigungsverhältnisse durch Praktika ersetzt werden.

Die Bundesregierung liefert Praktikanten der Willkür der Unternehmen aus und verweigert ihnen das Recht auf einen schriftlichen Vertrag, ein Zeugnis und angemessene Vergütung. Sie enthält ihnen auch die Schutzrechte des Berufsbildungsgesetzes und die betriebliche Mitbestimmung vor.

Für Praktika ist eine gesetzliche Mindestvergütung notwendig. Praktika nach dem Studienabschluss sind grundsätzlich abzulehnen. Die Arbeitgeber müssen fertig ausgebildeten Menschen reguläre Arbeitsverhältnisse oder Einstiegsprogramme anbieten.“

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