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Politik hält an Schulsystem des vorigen Jahrhunderts fest

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Heute vor fünf Jahren wurden die erste PISA-Studie vorgestellt. Dazu erklärt die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag, Nele Hirsch:

Fünf Jahre nach der ersten PISA-Studie ist eine grundlegende Schulstrukturreform überfällig. Das gegliederte Schulsystem ist eine der Hauptursachen der systematischen sozialen Ausgrenzung und gehört abgeschafft. Politikerinnen und Politiker, die die Forderung nach einer Gemeinschaftsschule als Relikt der Siebziger Jahre zurück weisen und selbst an einem Schulsystem des vorigen Jahrhunderts festhalten, sind auf dem Holzweg.

Es ist sozial ungerecht und pädagogisch unsinnig, dass Kinder im deutschen Bildungssystem nach wie vor nach ihren vermeintlichen Stärken und Schwächen in die angeblich für sie am besten passenden Schulformen einsortiert werden. Soziale Ungleichheit wird auf diesem Weg nicht abgebaut, sondern weiter verschärft. Soziale Ausgrenzung kann durch die Gemeinschaftsschule beendet werden. Sie bietet zudem die Möglichkeit bieten, jedes Kind individuell zu fördern.

Aus der Starre der PISA-Studie kommt das Land nur raus, wenn in Bildung investiert wird. Das heißt: Steigerung der Bildungsausgeben, eine deutliche Aufwertung der frühkindlichen Bildung und die Wiedereinführung einer umfassenden Lernmittelfreiheit.

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