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Pötsch vertut Chance bei Neuausrichtung von VW

Pressemitteilung von Pia Zimmermann,

„Der VW-Aufsichtsrat hat es heute versäumt, den VW-Kunden glaubhaft zu machen, dass die ‚Schummeldiesel‘ nun in kurzer Zeit mit überschaubarem Aufwand umgerüstet werden können. Hier wurde eine Chance vertan, das Vertrauen in die Ingenieurskunst bei VW zurück zu gewinnen“, so Pia Zimmermann, Bundestagsabgeordnete der LINKEN aus Niedersachsen, zur heutigen Pressekonferenz des VW-Konzern zur Neuausrichtung des Unternehmens, auf der der neue Aufsichtsratsvorsitzende Hans Dieter Pötsch bekannt gab, dass der Aufklärungsprozess bei VW gut in Gang gekommen sei und er zuversichtlich sei, dass der Konzern aus der „Schummeldieselkrise“ wieder heraus kommen werde. Zimmermann weiter:

„Ich fordere Pötsch auf, einen VW-Gipfel ins Leben zu rufen, auf dem in einem breiten Dialog mit Wissenschaftlern, Beschäftigten und Gewerkschaften, Technikern, Politikern, Umweltschützern und Juristen ökologische und soziale Nachhaltigkeit ins Zentrum des Konzernhandelns bei VW gerückt wird. Wir brauchen mehr Wirtschaftsdemokratie, orientiert an den Bedürfnissen der Menschen, an der Belastbarkeit der Umwelt – und nicht an der Profitmaximierung der Eigentümer.

Der Weg zu einer ökologischen und sozialen Neuausrichtung von VW – und damit zur Zurückgewinnung des Kundenvertrauens – ist noch weit. So richtig der Schwenk hin zu mehr E-Mobilität ist – solange er nur als Brückentechnologie verstanden wird, um im Flottenverbrauch die horrenden Abgaswerte von Spritschleudern kompensieren zu können, kann von Nachhaltigkeit keine Rede sein. Dies umso mehr, wenn die notwendige Energie dafür nicht mit erneuerbaren Energien, sondern in konventionellen Kraftwerken produziert wird.

Dass VW die so genannte ‚Randbelegschaft‘, also Leiharbeiter, Beschäftigte mit befristeten oder Werkverträgen, als wesentliches Einsparpotential betrachtet, spricht für eine geplante Entsolidarisierung. Hier sehe ich das Land Niedersachsen in der Pflicht, die angekündigte Entlassungspolitik zu verhindern.“