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Ost-Zwischenlager wird schleichend Endlager für West-Atommüll

Pressemitteilung von Steffen Bockhahn,

„Die Gefahr, dass Mecklenburg-Vorpommern schleichend zum atomaren Endlager wird, wurde durch den aktuellen Transport der stark strahlenden „Atomsuppe“ weiter manifestiert“, so Steffen Bockhahn zu dem Atommüll-Transport aus der stillgelegten Wiederaufbereitungsanlage Karlsruhe ins Zwischenlage Nord bei Lubmin. Der Bundestagsabgeordnete der Fraktion DIE LINKE aus Mecklenburg-Vorpommern, der an den Protestaktionen vor Ort teilnahm, weiter:

„Der friedliche Protest zahlreicher Demonstranten gegen den Castor-Transport hat erneut die breite Ablehnung der Bevölkerung gegen diese Atompolitik deutlich gemacht. Das schließt Kritik an der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung ein. Denn es war Umweltminister Jürgen Trittin, der 2004 den Transport im Dezember und den heutigen anordnete. Nach vielen kleinen Protestaktionen konnte der Atommüll-Transport erst nach 28 Stunden, mit erheblicher Verspätung, sein Ziel erreichen. Im Bereich Kemnitz ging es weniger friedlich zu. Dort ist die Polizei beim Versuch, Blockaden zu verhindern, mit unmäßiger Härte gegen Demonstrierende vorgegangen. Es gab mehrere Verletzte.

DIE LINKE fordert den Stopp der Einlagerung von Atommüll im Zwischenlager Nord. Da das Betreiberunternehmen der Bundesrepublik Deutschland gehört, könnte die Bundesregierung dafür sorgen, weitere Atommülltransporte gar nicht erst stattfinden zu lassen. Außerdem darf das ZWL-Nord nicht über das Jahr 2039 hinaus weiter betrieben werden, wenn die laufende Betriebsgenehmigung endet. Hierzu wird sie in der kommenden Woche einen Antrag in den Deutschen Bundestag einbringen.“

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