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Ost-West-Unterschiede immer noch gravierend

Pressemitteilung von Roland Claus,

„Ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung gibt es immer noch gravierende Ost-West-Unterschiede. Kein Wunder, da die Bundesregierung, allen voran Kanzlerin Angela Merkel, Ost und West nach wie vor unterschiedlich behandelt. So hat die große Koalition für den Osten niedrigere Mütterrenten als für den Westen beschlossen. Darüber hinaus hat Merkel mit der Nichtangleichung der Ost-Renten ihr wichtigstes Wahlversprechen für den Osten gebrochen“, so Roland Claus, Ost-Koordinator der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der Studie des Bundeswirtschaftsministeriums „Sind wir ein Volk? – 25 Jahre friedliche Revolution und Deutsche Einheit“. Claus weiter:

„Besorgniserregend ist, dass fast ein Drittel der Westdeutschen glauben, die Einheit habe ihnen Nachteile gebracht. Hier ist die Ost-Beauftragte, Iris Gleicke, in der Verantwortung, dem Westen den Erfahrungsvorsprung Ost zu vermitteln. Der erschöpft sich nicht in der stets genannten Kinderbetreuung, sondern umfasst beispielsweise auch das starke Sparkassenwesen und die leistungsfähigen Agrargenossenschaften.

Die Bundesregierung sollte endlich selbstbewusst zum Osten stehen, statt ihn weiterhin hinten runter fallen lassen. Wir brauchen konkrete Schritte für gerechte Renten und Löhne sowie eine effektive Wirtschaftsförderung, nicht nur gegen Niedriglöhne und Leiharbeit. Sonst dauert es noch einmal 25 Jahre, bis gleichwertige Lebensverhältnisse in Ost und West erreicht sind.“

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