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Öffentliche Investitionen gegen neue Finanzkrise

Pressemitteilung von Fabio De Masi,

„Der Exportjunkie Deutschland ist durch eine Finanzkrise extrem verwundbar“, kommentiert Fabio De Masi, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, die aktuelle Prognose des Internationalen Währungsfonds (IWF) für die Entwicklung der Weltwirtschaft. De Masi weiter:

„Die extreme Exportabhängigkeit Deutschlands ist töricht, der Handelskrieg ist der Bumerang. US-Strafzölle könnten sich nach China auch schnell auf deutsche Autos ausweiten. Die Kürzungspolitik bei Löhnen, Renten und öffentlichen Investitionen hat zudem die Geldpolitik kastriert. Das billige Geld landet auf Finanzmärkten statt in der realen Wirtschaft.

Die Krise in den Schwellenländern wie der Türkei verstärkt die Risiken für den Export. Die Währungen von Schwellenländern geraten unter Druck, da nach der Zinswende der FED die Währungsspekulanten, die in diesen Ländern investiert hatten, ihr Geld zurück in die USA bringen. Auch auf einen drohenden harten Brexit ist die Bundesregierung unzureichend vorbereitet.

Deutschland und die EU müssen endlich unabhängiger vom Export und den USA werden. Die Sanktionen gegen Russland müssen weg. Deutschland ist die viertgrößte Volkswirtschaft der Erde und muss auch auf eigenen Füßen stehen. Daher müssen Löhne, Renten und öffentliche Investitionen rauf, um die Kaufkraft und die Binnenwirtschaft zu stärken."

 

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