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OECD Studie: Deutschland Schlusslicht bei Rentenhöhe

Pressemitteilung von Volker Schneider,

Zu den Ergebnissen einer OECD-Studie zur Alterssicherung erklärt der rentenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE., Volker Schneider:

Die heute veröffentlichte OECD Studie zeigt, dass in Deutschland die Rentenhöhe durch die Reformen von Rot-Grün auf das niedrigste Niveau in der OECD gesenkt wurde. Außerdem ist Deutschland eines der wenigen OECD-Länder, die das Rentenalter über 65 angehoben haben. Vor allem für Geringverdiener sind die Renten in Deutschland nur knapp halb so hoch wie im OECD Durchschnitt. Aber auch Besserverdiener liegen unter dem Durchschnitt.

Neben Leistungseinschnitten im Zuge der Rentenreformen spielt in Deutschland das seit Jahren hinter der Produktivitätsentwicklung zurückbleibende Lohnniveau eine entscheidende Rolle. Die Rentenreformen von Rot-Grün zielten jedoch vorsätzlich darauf ab, das Rentenniveau zu senken, um die private Vorsorge durchzudrücken. Die nun von der OECD offen gelegte katastrophale Lage der Alterssicherung in Deutschland ist von Rot-Grün und Schwarz-Rot bewusst herbeigeführt. Da hilft es der Bundesregierung auch nicht, wenn sie versucht, durch statistische Tricks die Daten schön zu reden.

Nun bekommt die Bundesregierung selbst von der OECD einen Wink mit dem Zaunpfahl: Die Löhne in Deutschland sind zu niedrig, was die Renten drückt und zu Altersarmut führt. Die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns von acht Euro würde sich auf die Alterssicherung ebenfalls positiv auswirken. Zudem sollte die Rente wieder der Lohnentwicklung folgen. Dazu müsste allerdings die Leistungsdeckelung in der Alterssicherung rückgängig gemacht werden. Und schließlich muss die Rente ab 67 wieder weg, denn de facto ist sie eine Rentenkürzung.

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