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Nur vollständiges Verbot von Legebatterien ist konsequent

Pressemitteilung von Alexander Süßmair,

„Wir begrüßen die Entscheidung des Bundesrates, eine kürzere Frist für das Ende der Käfighaltung anzusetzen als die Bundesregierung. Allerdings fordert DIE LINKE ein deutlich früheres Ende. Im engeren Sinne tiergerecht ist nur die Freilandhaltung von Geflügel. Boden- und Volierenhaltung können lediglich tiergerecht ausgestaltet werden. Mit Legebatterien muss ein für alle Mal Schluss sein“, so Alexander Süßmair, Tierschutzbeauftragter der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen Entscheidung des Bundesrates über die Übergangsfristen bis zum Verbot der Kleingruppenhaltung bei Legehennen, die nun bis zum Jahr 2023 gelten soll und nicht bis 2035, wie es die Bundesregierung vorschreibt. Süßmair weiter:

„Die Entscheidung zur Kleingruppenhaltung fand 2010 ohne Anhörung von Tier- und Verbraucherschutzverbänden statt. Sie entsprach auch nicht dem verfassungsmäßigen Staatsziel Tierschutz. Daher ist nur ein vollständiges Verbot der Kleingruppenhaltung in Käfigen konsequent. Denn Legehennen können auch im Kleingruppenkäfig ihr arttypisches Verhalten nicht ausleben.

Verständlich ist der Wunsch der Geflügelbetriebe nach langen Übergangsfristen. Aber Verbraucherinnen und Verbraucher wollen keine Eier aus Käfighaltung mehr. Nur die Lebensmittelindustrie hat Interesse an billigen Eiern als Rohstoff. Aber hier muss der Tierschutz Vorrang vor den Profitinteressen der Industrie haben. Deshalb muss das Käfighaltungsverbot durchgesetzt und die Einfuhr von Eiern aus Käfighaltung verboten werden.“

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