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"NSU" wird beklagt, Erinnern behindert

Pressemitteilung von Petra Pau,

Dem "Zug der Erinnerung" droht das finanzielle Aus. Dazu erklärt Petra Pau, Mitglied im Vorstand der Fraktion DIE LINKE und im Innenausschuss:

"Der 'Zug der Erinnerung' weist anschaulich nach, dass Hitler kein Einzeltäter war, und dass die Nazis verlässliche Helfer hatten: bei der Reichsbahn, bei der IG Farben und bei viele anderen Konzernen. Und, dass Profit im Kalkül war.

Der 'Zug der Erinnerung' ist ein zivilgesellschaftliches Erinnern. Der Bahn-AG war sie schon öfter – oder immer? – ein Dorn im Auge. Noch ist die Bahn-AG Bundeseigentum. Es geht also um Entscheidungen der Bundesregierung.

Wenn die Bahn-AG nun dem 'Zug der Erinnerung' mit finanzieller Über-Forderung droht, dann ist die erste Protest-Adresse Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer (CSU). Und die schwarz-gelbe Bundesregierung.

Es ist schizophren: Das Versagen bei der aktuellen Nazi-Mordserie wird wortreich beklagt. Zugleich wird exemplarisches Erinnern an das historische Versagen in der NS-Zeit und an den Holocaust behindert."

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