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Neue Zahlen belegen: Ausbildungspakt verfehlt

Pressemitteilung von Nele Hirsch,

Das Statistische Bundesamt teilte heute mit, dass im vergangenen Jahr 2,2 Prozent bzw. 12.800 weniger Ausbildungsverträge als im Jahr 2004 abgeschlossen wurden. Damit setzt sich der seit dem Jahr 2000 anhaltende Abwärtstrend fort. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Nele Hirsch, erklärt:

Der Abwärtstrend bei den Ausbildungsverträgen belegt: Der Ausbildungspakt ist gescheitert. Tausende von Jugendlichen stehen ohne Ausbildungsplatz auf der Straße. Die Große Koalition muss endlich erkennen: Freiwillige Selbstverpflichtungen und Appelle sind keine wirkungsvollen politischen Instrumente gegen die Misere auf dem Ausbildungsmarkt. Die Fraktion DIE LINKE. fordert stattdessen die Einführung einer gesetzlichen Umlagefinanzierung in der betrieblichen Erstausbildung. Ausbildungsfähige Betriebe, die nicht ausbilden, müssten dann zahlen. Ausbildende Betriebe könnten so unterstützt werden.

Im vergangenen Jahr machten drei Prozent mehr Schülerinnen und Schüler ihren Abschluss als vor fünf Jahren. Trotzdem fingen zehn Prozent weniger eine Lehre an. Die neuen Bundesländer sind von dem anhaltenden Negativtrend dabei besonders stark betroffen: Die Zahl neu abgeschlossener Ausbildungsverträge sank hier allein im letzten Jahr um fast vier Prozent und damit doppelt so stark wie in den alten Bundesländern.

Der Ausbildungspakt wurde mit der Versprechung geschlossen, neue Ausbildungsplätze zu schaffen. Dieses Ziel hat er mehr als eindeutig verfehlt. Es ist höchste Zeit, dass die Regierung sich von der Politik der wirkungslosen Appelle verabschiedet und für die Ausbildung junger Menschen Partei ergreift.

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