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Netzausbaubedarf wird konsequent übertrieben

Pressemitteilung von Johanna Regina Voß,

"Statt sich Gedanken über ein Gesamtkonzept für die Energiewende zu machen, setzen Angela Merkel, Philipp Rösler und Peter Altmaier auf hektischen Aktionismus. Panikmache aufgrund vermuteter Netzlücken ist jedoch völlig unangebracht. Der Bau der benötigten Stromleitungen ist zwar leicht im Verzug. Doch selbst an kältesten Wintertagen konnten die Netzbetreiber durch Steuerung der Netzflüsse und des Kraftwerkseinsatzes immer eine stabile Stromversorgung sicherstellen", erklärt Johanna Voß, Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE und Mitglied im Beirat der Bundesnetzagentur, zum Besuch der Kanzlerin und der beiden Minister bei der Agentur. Voß weiter:

"Statt in einer Hauruck-Aktion tausende Kilometer Höchstspannungsleitungen quer durch Deutschland zu bauen, sollte die Bundesregierung besser anfangen, Kraftwerksstandorte lastnah zu planen. Auch in den Industriezentren im Süden und Westen rechnen sich erneuerbare Energien. Es ist ein Fehler, bei der Planung der Netze von der jetzigen Verteilung der erneuerbaren Energien auszugehen. Außerdem vernachlässigt die Bundesregierung die Netzoptimierung. Bestehende Stromleitungen können durch solche ersetzt werden, die erheblich mehr Strom transportieren. All das vermindert den Netzausbaubedarf erheblich. Doch dafür braucht es ein umfassendes Konzept. Mit privatisierten Netzen und einer Bundesregierung, die sich einer koordinierten Gesamtplanung verweigert, wird die Energiewende weiter ins Stocken geraten."

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