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Nach Rana Plaza: Textilbündnis ist pure Augenwischerei

Pressemitteilung von Caren Lay, Niema Movassat,

Zum zweiten Jahrestag des Einsturzes des Rana-Plaza-Gebäudes, bei dem am 24. April 2012 in Bangladesch 260 Menschen umkamen, fordert DIE LINKE endlich angemessene Entschädigung für Opfer und Hinterbliebene.

 

„Die Opfer von Rana Plaza haben bis heute keine angemessenen Entschädigungen erhalten. Die meisten Unternehmen sorgen sich weiterhin mehr um ihr Image, als um die Menschenrechte. Minister Müllers Textilbündnis ist ganz in diesem Sinne auch eher eine PR-Maßnahme, als konkrete Hilfe zur Verbesserung der Lebensumstände der Näherinnen und Näher“, erklärt Niema Movassat, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, zum zweiten Jahrestag des Einsturzes des Rana-Plaza-Gebäudes in Bangladesch. Movassat weiter:

„Minister Müller hat sich schlicht auf einen Kuhhandel mit den Unternehmerverbänden eingelassen: Diese rufen ihre Mitglieder zwar jetzt zum Beitritt auf, dafür sind die aufgelisteten Ökostandards nicht mehr verbindlich. Darüber hinaus hat die Wirtschaftslobby durchsetzen können, dass die eigentlichen Ziele des Bündnisses sowie die entsprechenden Zeitpläne erst später verhandelt werden. Spätestens nach der jetzigen Weichspülung ist klar, dass das Textilbündnis pure Augenwischerei ist.

Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, abschließend: Die Vergangenheit hat leider gezeigt, dass nur gesetzliche Regelungen die deutschen Textilunternehmen dazu bringen werden, ihrer Verantwortung vor Ort tatsächlich gerecht zu werden. Die Bundesregierung muss dies endlich umsetzen, anstatt Maßnahmen zu ergreifen, die zwar gut für das eigene Image und das der Wirtschaft sind, aber konkret nichts bewirken. Wir brauchen endlich auch in Deutschland ein Unternehmensstrafrecht, das Unternehmen dafür haftbar macht, wenn sie im Ausland unter sklavenartigen Bedingungen produzieren lassen.“

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