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Mehr Klimaschutz durch weniger Fleisch

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

Wie stark die Landwirtschaft momentan zum Klimawandel beiträgt, wird häufig unterschätzt. Anlässlich der Beendigung der Grünen Woche in Berlin erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Fraktion DIELINKE., Eva Bulling-Schröter:

Wer weniger Fleisch und öfter Ökoprodukte isst, leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Wenn die Grüne Woche in Berlin wieder gigantische Rinder und jede Menge Schinken und Salami präsentiert, sollte nicht vergessen werden: Die Viehzucht produziert weltweit mehr Treibhausgase als das Transportwesen. Der globale Viehbestand verursacht direkt und indirekt 18 Prozent der am Klimawandel beteiligten Emissionen. Nach einer jüngst veröffentlichten Studie der Welternährungsorganisation FAO ist vor allem Dünger für die Freisetzung von Lachgas verantwortlich, das 296 mal klimaschädlicher ist als Kohledioxid (CO2). Die Dünger werden zu einem erheblichenTeil dafür eingesetzt, Tierfutter zu produzieren. Zudem setzenVieh herden über den Verdauungstrakt große Mengen Methan frei, das 21 mal klimaschädlicher ist als CO2.

Ziel muss es sein, die Stickstoffeinträge der Landwirtschaft in die Umwelt zu mindern, die Fläche des ökologischen Landbaus auszuweiten und die landwirtschaftliche Biomassenutzung zu optimieren. Ökolandbau und Verbesserungen in der konventionellen Landwirtschaft können so wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten.

Auch die Verbraucherinnen und Verbraucher sind gefragt, denn jedes Schnitzel, das weniger auf dem Teller landet, nutzt dem Klima und der Umwelt. Schließlich ist die Produktion von einem Kilogramm Fleisch zehnmal Umwelt belastender als die von einem Kilogramm Gemüse.

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