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Mehdorn hat das Ende seiner Startbahn am BER erreicht

Pressemitteilung von Herbert Behrens,

„Sollte auch nur die Hälfte der gegen den BER-Technik-Chef Jochen Großmann vorgebrachten Korruptionsvorwürfe wahr sein, ist eine neue Qualität beim Pannen- und Skandalprojekt BER erreicht“, kommentiert Herbert Behrens, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Verkehrsausschuss, anlässlich der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Neuruppin wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, die heute Gegenstand einer Sondersitzung des Aufsichtsrates der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg sind. Der Verkehrsexperte weiter:

„Es hat den Anschein, dass der ‚freigestellte‘ BER-Technikchef Jochen Großmann die Probleme der Brandschutzanlage nach Kassenlage der eigenen Firma und ihm nahestehenden Unternehmen dargestellt hat. Für Hartmut Mehdorn wird es jetzt eng. Entweder hat er die Vergabepraxis abgesegnet oder war schlichtweg nicht im Bilde. Beides wäre mit einem Totalversagen gleichzusetzen. Darüber hinaus stellt sich die Frage, warum die Aufsichtsräte des Bundes erst jetzt die Idee präsentieren, die Geschäftsführung extern kontrollieren zu lassen. In der Vergangenheit gab es zahlreiche Gutachten von Unternehmensberatern diesbezüglich, man hätte sie einfach nur lesen müssen. Aufsichtsratschef Wowereit muss man erneut fehlenden Realitätssinn attestieren, denn es ist offenkundig geworden, dass Hartmut Mehdorn das Projekt nicht im Griff hat. Wer Kritiker mit baulichem Sachverstand wie Horst Amann aus der Geschäftsführung drängt und sich lieber mit Opportunisten mit Selbstbedienungsmentalität umgibt, kann so ein Projekt nicht erfolgreich zu Ende führen.

Anstelle weiter mit Placebos zu arbeiten, muss im Selbstbedienungsladen BER gründlich aufgeräumt werden. Dazu gehört auch die offene Diskussion über den Flughafenchef selbst. Meines Erachtens hat Mehdorn das Ende seiner Startbahn am BER erreicht.“

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