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Lärm macht krank

Pressemitteilung von Herbert Behrens,

„Lärm macht krank. Zehntausende Menschen in den Einflugschneisen der deutschen Flughäfen leiden erheblich unter diesem Verkehrslärm“, so Herbert Behrens, Verkehrspolitiker der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des 15. Internationalen Tages gegen Lärm, der in diesem Jahr unter dem Motto „Emmission: Impossible“ steht und seinen Schwerpunkt auf Fluglärm legt. „Fluglärm schädigt das Gehör und erhöht das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko beachtlich. Allein in Deutschland verzeichnen wir jedes Jahr 50.000 neue, lärmbedingte Herz- und Kreislauferkrankungen, EU weit sind es eine Viertel Million. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch Lärm werden deutschlandweit auf bis zu zehn Milliarden Euro geschätzt.“ Behrens weiter:

„Wer Lärm vermeiden will, muss Verkehr reduzieren. Flugzeuge sind die umweltschädlichsten Transportmittel überhaupt. 14 Prozent der Klimalasten Deutschlands entfallen auf den Flugverkehr. Dennoch wird Fliegen jedes Jahr mit 11,5 Milliarden Euro subventioniert, mehr als jedes andere Verkehrsmittel. Zudem haben es die Lobbyisten geschafft, den Luftverkehr aus allen internationalen Vereinbarungen zum Klimaschutz herauszuhalten. Die Gesundheit der Menschen muss aber wichtiger sein, als die finanziellen Interessen einzelner Wirtschaftsvertreter.

Daher fordert DIE LINKE ein Nachtflugverbot auf deutschen Flughäfen. Den Betroffenen muss nicht nur ein Beteiligungsrecht, sondern ein umfassendes Mitbestimmungsrecht bei der Festlegung von Flugrouten eingeräumt werden. Zudem pocht die Linkspartei auf die Einführung einer EU-Kerosinsteuer sowie die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Schiene.“

DIE LINKE hat dazu im März 2011 einen umfassenden Antrag mit konkreten Forderungen zur Umsetzung eines besseren Lärmschutzes in den Deutschen Bundestag eingebracht (BT-Drs. 17/5036).

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