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Klares Handeln für gesunde Ernährung

Pressemitteilung von Karin Binder,

"Ernährungsminister Schmidt muss vor der eigenen Haustür kehren. Wer zum 'Jahrzehnt der gesunden und richtigen Ernährung' aufruft, muss auch die Ursachen der Fehl- und Mangelernährung in Deutschland bekämpfen. Vor allem Kinder und Jugendliche sind anfällig für versteckte Dickmacher in Fertigessen und sitzen falschen Werbe-Ikonen auf, die Süßwaren mit Sport und Erfolg in Verbindung bringen. Für eine gesunde Entwicklung vieler Kinder und Jugendlicher in Deutschland fehlt in den meisten Betreuungseinrichtungen und Schulen eine hochwertige und abwechslungsreichen Kita- und Schulverpflegung, die endlich flächendeckend und beitragsfrei eingeführt werden muss", erklärt Karin Binder, ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die heute in Rom beginnende Internationale Ernährungskonferenz. Binder weiter:




"Minister Christian Schmidt muss dringend weitere wirksame Schritte für gesunde Ernährung einleiten, wie eine lesbare und verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln und einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen vor verführerischer Lebensmittelwerbung. Weiter ist nicht hinnehmbar, dass die Bundesregierung Programme für Ernährung und Bewegung fördert, die von Fastfood- und Süßwarenkonzernen beeinflusst werden. Der Bund muss im Rahmen seiner staatlichen Fürsorgepflicht endlich die Verantwortung und Kosten für eine hochwertige und abwechslungsreiche Kita- und Schulverpflegung übernehmen. Um eine flächendeckende und beitragsfreie Verpflegung für Kinder und Jugendliche zu gewährleisten, müsste der Bund derzeit jährlich rund 4,5 Milliarden Euro bereitstellen. Das sollten uns unsere Kinder wert sein."

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