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Kitaplätze nicht nach Zechpreller-Manier

Pressemitteilung von Diana Golze,

„Seit Jahren hören wir die immer gleichen und erschreckend einfachen Formeln, mit denen Familienministerin Kristina Schröder ihre Untätigkeit in Sachen Kitaausbau begründet und den Schwarzen Peter den Kommunen zuschiebt. Zur Verbesserung der Situation hat Sie aber nicht beigetragen“, erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Diana Golze, zum Maßnahmenpaket des Deutschen Städtetages zum Ausbau der Kindertagesbetreuung. Golze weiter:

„Seit Jahren ist bekannt, dass der Kitaausbau viel zu langsam vorankommt. Seit Jahren ist bekannt, dass der Bund zu wenig Geld in die Hand genommen hat, um das selbstgesteckte Ziel eines Rechtsanspruchs auf eine Kindertagesbetreuung ab dem ersten Lebensjahr zu verwirklichen. Seit Jahren macht DIE LINKE in ihren Anträgen Lösungsvorschläge, um sowohl den Kitaausbau zu stemmen, als auch den Fachkräftemangel zu beseitigen. Seit Jahren bleiben diese Vorschläge ungehört. Stattdessen setzt die Bundesregierung darauf, dass die Probleme von den Kommunen allein gelöst werden.Es ist höchste Zeit, dass ein funktionierendes Gesamtkonzept unter Mitwirkung aller Beteiligten - inklusive der Familien - erstellt wird, das den Ausbau quantitativ und qualitativ absichert. Ein Vorschlag des Deutschen Städtetages liegt nun vor - dieser muss diskutiert werden. Auch DIE LINKE sagt: Wer einen Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung schafft, sich aber hinter vermeintlichen Pflichten der Kommunen versteckt, wenn es an die Umsetzung geht, betreibt Politik nach Zechpreller-Manier. Doch Programme, die in der Not gestrickt werden, tragen meist nicht weit. Schnelle Lösungen dürfen nicht zu Lasten der Qualität von Kinderbetreuung und Erzieherinnenausbildung gehen. DIE LINKE fordert daher mehr finanzielle Unterstützung für die Kommunen sowie ein Programm zur Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, damit gute Kinderbetreuung auch mit einem Ausbau des Personals einhergehen kann.“