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Kinderarmut in die Geschichtsbücher verbannen

Pressemitteilung von Diana Golze,

Mit Vertreterinnen und Vertretern von Vereinen und Verbänden hat DIE LINKE. gestern bei einem Fachtag der Fraktion über Möglichkeiten der Bekämpfung von Kinderarmut diskutiert. Dazu erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin, Diana Golze:

Alle Anwesenden, von der AWO bis zum Paritätischen Wohlfahrtsverband, vom Bund der Katholischen Jugend bis zum Verband Alleinerziehender Mütter und Väter, waren sich einig: Kinderarmut muss in die Geschichtsbücher verbannt werden.

Dazu bedarf es einer Vielzahl verschiedener Maßnahmen. Kinder sind nicht einfach nur kleine Erwachsene. Deshalb kann der Bedarf von Kindern, die ALG II beziehen, nicht einfach vom Bedarf Erwachsener „statistisch“ abgeleitet werden.

Die Anwesenden vertraten gemeinsam die Auffassung, dass Kinder eine eigenständige Bevölkerungsgruppe mit eigenständigen Ansprüchen an die Gesellschaft sind. Die Frage muss deshalb immer lauten: Was braucht ein Kind?

Übereinstimmend wurde eingeschätzt, dass das derzeitige Kindergeld nicht ausreicht, um das Existenzminimum von Kindern zu decken. Eine geplante Kindergelderhöhung zugunsten anderer kinderpolitischer Maßnahmen ausfallen zu lassen, wie es die SPD vorgeschlagen hat, lehnen wir vor diesem Hintergrund ab.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachtags wollen in Kontakt bleiben und Detailfragen zum Konzept einer Kindergrundsicherung näher beleuchten.

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