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Keine weitere Einlagerung von Atommüll in Gorleben

Pressemitteilung von Hans-Kurt Hill,

DIE LINKE fordert einen Einlagerungsstopp für Brennelemente im Atomlager Gorleben. "Mit den Castortransporten sollen durch Anhäufung von Strahlenmüll im Wendland Fakten geschaffen werden", so der energiepolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Hans-Kurt Hill. Dabei sei die Eignung des Salzstocks Gorleben als Endlager mehr als fraglich. "Man kann Atommüll nicht nach politischem Gutdünken verklappen. Die Folgen zeigen sich beim Skandal um das benachbarte Atomlager Asse, dass aufgrund von Schlamperei und massiven Wassereinbrüchen aufgegeben werden muss." Hill weiter:

"Wir brauchen einen grundlegenden Neuanfang in der Endlagersuche. Dazu sollte ein bundesweites Suchverfahren unter breiter Beteiligung der Öffentlichkeit eingeleitet werden. Ein Konzept dafür liegt seit mindestens fünf Jahren in der Schublage des verantwortlichen Umweltministeriums. Aber weder Grünen-Umweltminister Jürgen Trittin noch SPD-Nachfolger Sigmar Gabriel sind bisher tätig geworden. Sie erzwingen damit Gorleben als Endlager - auf Kosten der Menschen vor Ort und der Steuerzahlerinnen und Steuerzahler.

DIE LINKE fordert einen schnellstmöglichen Ausstieg aus der gefährlichen und unbeherrschbaren Atomenergie. Der von der rot-grünen Regierung mit der Atomlobby ausgehandelte so genannte Atomkonsens ist nicht viel wert. Er sichert den Betrieb der Atommeiler in den nächsten 20 Jahren - und erleichtert damit auch Laufzeitverlängerungen. Aber nur Atommüll, der gar nicht erst entsteht, mindert das Risiko. Und bereits jetzt könnte der schnell wachsende Anteil erneuerbarer Energien den Strahlenstrom zuverlässig ersetzen.

Die Zeit ist reif für eine Energiewende. Indem wir Energie klug nutzen und den Verbrauch von Strom, Wärme und Kraftstoffen deutlich senken, können wir das Potenzial der erneuerbaren Energien bis 2050 voll nutzen. Die Vorteile der Energiewende liegen auf der Hand: geringere Importabhängigkeit bei fossilen und nuklearen Brennstoffen, mehr wirtschaftliche Wertschöpfung in Deutschland und zukunftsfähige Arbeitsplätze. Eine Abkehr von der nuklearen Energieversorgung ist zudem ein aktiver Beitrag zur Friedenssicherung."

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