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Keine Produkte aus tierquälerischer Haltung auf den Festtagstisch

Pressemitteilung von Eva Bulling-Schröter,

Gerade an Festtagen wie Weihnachten sind Gaumenfreuden keine Grenzen gesetzt. Deshalb ruft die tierschutzpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE., Eva Bulling-Schröter auf, “Produkte aus tiergerechter Haltung zu kaufen. Gourmetgelüste dürfen Tierquälerei bei Haltung und Fütterung nicht legitimieren.“

Ein Beispiel für Gourmetfreuden auf Kosten der Tiere sei die so genannte Stopfleber. Zwar sei diese barbarische Tierquälerei der Zwangsfütterung von Enten und Gänsen in 14 EU-Ländern inzwischen verboten, doch Deutschland importierte 2005 fast 290 Tonnen gekühlte und frische, gefrorene und zubereitete Fettlebern von Enten und Gänsen. Auch wurden fast 700 Tonnen Putenleber importiert. Hauptlieferant der „Foie Gras“ ist Frankreich. Seit letztem Jahr ist dort die Stopfleber von der Nationalversammlung sogar zum Kulturgut erklärt worden. Importiert wird aber auch aus Ungarn, Belgien und aus Nicht-EU-Ländern.

Eva Bulling-Schröter schildert die Qualen der Tiere: „Um die Fettleber zu produzieren, werden den Tieren während zwei bis drei Wochen riesige Nahrungsmengen direkt in den Magen gepumpt. Während eine gesunde Entenleber 70 Gramm wiegt, bringt sie am Ende dieser Prozedur fast ein ganzes Kilo auf die Waage. Neben schweren Verletzungen der Speiseröhre durch das Metallrohr, haben die Tiere Atemnot bis zur Erstickung, leiden unter Fußverletzungen und Gelenksproblemen. Gehalten werden Stopfenten- und Gänse zum Teil in winzigen Käfigen, in denen sie sich nicht einmal drehen können. So sind sie leichter zu halten und Kopf und Schnabel sind immer griffbereit.“

Um den Wahnsinn dieser Fütterungsmethode zu verdeutlichen, sei ein Vergleich mit dem Menschen aufschlussreich: „Recherchen in der Pathologie der Charité ergaben: Mit einer Leber vergleichbarer Größe wäre ein Mensch praktisch nicht lebensfähig. Die würde nach so einer Prozedur umgerechnet 20 Kilogramm wiegen.“

Die Schlussfolgerung könne deshalb nur lauten: Produkte aus tierquälerischer Haltung gehören nicht auf den Festtagstisch.

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