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Juniorprofessur ist attraktives Qualifizierungsmodell

Pressemitteilung von Petra Sitte,

Zu der am 04.10.06 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) veranstalteten Nachwuchskonferenz "Karrierewege in Wissenschaft und Forschung" erklärt Petra Sitte, forschungs- und technologiepolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE.:

Der für die nächsten zehn bis 15 Jahre erwartete Anstieg von Studierendenzahlen sowie der wachsende Bedarf an akademischen Fachkräften und Nachwuchsforschern bringt zur Zeit Bewegung in die Debatte über die Reform von Personalkategorien an den Hochschulen. Attraktive Qualifizierungswege für den Wissenschaftsstandort Deutschland zu schaffen, trifft dabei auf das Anliegen, die Lehr- und Forschungskapazitäten der Hochschulen personell zu verbreiten. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE. kann gerade das wegen auslaufender Bundesförderung bedrohte Modell der Juniorprofessur beides leisten. Statt ausschließlich auf neue Importe aus angelsächsischen Ländern, wie den Lecturer, aufzuspringen, sollte zunächst Bewährtes genauer unter die Lupe genommen werden.

Die Fraktion DIE LINKE. wird deshalb einen Antrag in den Bundestag einbringen, in dem sie Bund und Länder auffordert, die Juniorprofessur als wesentliche Säule der universitären Forschung und Lehre im Hochschulpakt zu verankern. Dafür soll ein gemeinsames neues Förderprogramm zur Ausstattung von Juniorprofessuren aufgelegt werden. In vielen Bundesländern ist die 2002 ursprünglich bundesgesetzlich eingeführte Juniorprofessur sehr positiv aufgenommen worden. Die überwältigende Mehrheit der Stelleninhaber ist zudem, wie Studien belegen, mit ihren Möglichkeiten sehr zufrieden. Auch finden sich unter den Juniorprofessoren im Vergleich zur Dauerprofessur überproportional viele Frauen.

Die Juniorprofessur ist nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE. ein attraktiver Qualifizierungsweg und macht Hochschulen zukunftsfähig. Damit dieses Modell bundesweit eine Chance auf Kontinuität erhält, soll die Juniorprofessur als alternativer Zugang zur Dauerprofessur gleichberechtigt neben der Habilitation aufgestellt werden und die Erstausstattung finanziell gefördert werden. Dies muss Eingang in den Hochschulpakt finden.

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