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Hoffung für einen humanitären Gefangenenaustausch in Kolumbien

Pressemitteilung von Heike Hänsel,

Die Vermittlungsbemühungen des venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez in Kolumbien zeigen erste Erfolge: Die Freilassung von Clara Rojas und Consuelo González aus der Gefangenschaft der Guerillaarmee FARC setzt ein Zeichen der Hoffnung. Dazu erklärt Heike Hänsel, entwicklungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die im vergangenen Herbst Kolumbien besucht hatte:

Ich freue mich für Frau Rojas und Frau González. Und ich sehe in ihrer Freilassung ein hoffnungsvolles Zeichen. Der venezolanischen Regierung gebührt Anerkennung für ihre Vermittlerrolle. Ich appelliere an sie, ihre Bemühungen fortzusetzen, damit auch die anderen Geiseln freikommen.
Jetzt wären konkreten Schritte der kolumbianischen Regierung gefordert, damit die Verhandlungen über einen humanitären Austausch wieder aufgenommen werden können. Ein solcher Austausch wäre eine wichtige Voraussetzung für eine politische Lösung des lange anhaltenden bewaffneten Konfliktes in Kolumbien.
Zuletzt hatte die kolumbianische Regierung eine solche Option nicht ernsthaft verfolgt. Sie hatte dem venezolanischen Präsidenten sogar das Verhandlungsmandat entzogen und noch im Dezember die Übergabe der Geiseln gestört. Von ihr wird nun gefordert, die Verhandlungen ernsthaft wiederzuaufnehmen und dabei die Vermittlung Venezuelas, auf der viele Hoffnungen ruhen, in Anspruch zu nehmen.
Ich fordere die Bundesregierung auf, auf eine konstruktivere Haltung der kolumbianischen Regierung hinzuwirken.

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