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Herkunftsangabe bei Fleisch bleibt lückenhaft

Pressemitteilung von Karin Binder,

"Eine Herkunftsangabe allein bei rohem Fleisch reicht nicht aus. Auch bei Lasagne, Fleischsalat und Döner muss klar sein, wo das Fleisch in unseren Lebensmitteln herkommt. Neunzig Prozent der Verbraucher halten nach einer EU-weiten Verbraucherumfrage im Jahr 2013 die Ursprungsangabe für notwendig, um eine selbstbestimmte Kaufentscheidung treffen zu können", erklärt Karin Binder mit Blick auf die ab morgen geltende Pflichtkennzeichnung der Herkunft von rohem Fleisch. Die verpflichtende Herkunftskennzeichnung gilt EU-weit für verpacktes frisches, gekühltes oder gefrorenes Schweine-, Schaf-, Ziegen- und Geflügelfleisch, nicht jedoch für verarbeitete Fleischerzeugnisse. Bisher gibt es die Kennzeichnung nur für Rindfleisch. Die ernährungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE fährt fort:




"DIE LINKE fordert von Ernährungsminister Christian Schmidt (CSU) die Durchsetzung einer verpflichtenden Kennzeichnung der Herkunft auch bei verarbeitetem Fleisch. Nach zahlreichen Verstößen und Skandalen ist dieser Schritt das Mindeste, was getan werden muss, um das Vertrauen der Verbraucher wiederherzustellen.

Klare Herkunftsangaben von der Aufzucht der Tiere bis zum verarbeiteten Produkt im Verkaufsregal tragen maßgeblich dazu bei, Verstöße gegen Lebensmittelvorschriften aufzudecken und weitere Fleischskandale zu verhindern. Dabei entstehen den Herstellern keine wesentlichen Kosten, da sie den Weg des Fleisches in der Lebensmittelkette ohnehin erfassen müssen."

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