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Gute Pflege nicht auf die lange Bank schieben

Pressemitteilung von Pia Zimmermann,

„Die Pflegekräfte wissen, welche Veränderungen sie brauchen, um gut arbeiten zu können. Sie werden nur nicht gefragt“, sagt Pia Zimmermann, Sprecherin für Pflegepolitik der Fraktion DIE LINKE, zu der Veranstaltung „Berufsflucht hausgemacht? Schlüsselfaktor Arbeitsbedingungen in der Pflege“, die das Gesundheitsministerium heute durchführte. Zimmermann weiter:

„Die Ursachen für den Fachkräftemangel in der Pflege liegen seit Jahren auf der Hand. Pflegekräfte verdienen vor allem in der Altenpflege nicht nur unterdurchschnittlich wenig, sie arbeiten auch an Wochenenden und Feiertagen und in der Nacht. Pflegekräfte können sich nicht auf ihre Dienstpläne verlassen und werden in ihrer Freizeit zum Dienst berufen. Die Arbeitsbelastung wird immer stärker, Pflegekräfte sind überdurchschnittlich häufig krank, die Arbeit macht die Menschen kaputt.

Der Pflegebeauftragte der Bundesregierung Andreas Westerfellhaus kündigt an, mit den Arbeitgebern einen ´Instrumentenkoffer` zu entwickeln und die Ergebnisse des Projekts abzuwarten. Solche Projekte verschaffen den Arbeitgebern aber vor allem die Zeit, weiterzumachen wie bisher.

Solange es möglich ist, am Personal zu sparen um die Profite zu steigern, wird sich an diesen Zuständen nichts ändern. DIE LINKE fordert deshalb sofort eine verbindliche Personalbemessung für alle Bereiche der Pflege, auch die Altenpflege. Arbeitgeber sollten für schlechte Arbeitsbedingungen bestraft und nicht durch größere Profite belohnt werden.“