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Gewaltanwendung im Karikaturstreit unverzüglich beenden!

Pressemitteilung von Hakki Keskin,

Weltweit haben Muslime mit Empörung auf die religiös diffamierenden Karikaturen des Propheten Muhammed reagiert. Wie die dramatischen Ereignisse der letzten Tage zeigen, kam es dabei leider in einigen islamischen Staaten auch zu erheblichen Gewaltausschreitungen, die bereits sieben Todesopfer forderten. Dazu erklärt Hakki Keskin, Mitglied im Ausschuss für die Angelegenheiten der Europäischen Union.

Um den entbrannten Konflikt friedlich beilegen zu können, sind alle Beteiligten gefordert. Durch die politische Entwicklung der letzten Jahre wurde in Dänemark ein starkes fremdenfeindliches Klima erzeugt. Bereits seit 2001 wird die bürgerliche Minderheitsregierung unter Führung von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen durch die nationalistisch-konservative Dänische Volkspartei gestützt, die den Islam als Terrorbewegung und muslimische Einwanderer sogar als "Krebsgeschwür“ bezeichnet. Diese, Ressentiments und Ängste gegen Muslime und andere Migranten schürende Politik hat das Publizieren derartiger "Karikaturen“ erst ermöglicht. Die demokratische Pressefreiheit wurde von den Befürwortern nationalistischer Politik gezielt instrumentalisiert, um die Muslime im eigenen Land wie weltweit vorsätzlich zu provozieren.

Die unverhüllte Diffamierung des Islams als terroristische Religion verletzt die persönliche Würde jedes einzelnen gläubigen Moslems. Dieser Grundsatz gilt selbstverständlich für alle Religionen. Die Ankündigung der iranischen Zeitung "Hamschahri“, nun einen Karikaturenwettbewerb zum Holocaust durchführen zu wollen, ist völlig inakzeptabel und würde nur zur weiteren Radikalisierung des Konflikts führen.

Ich verurteile die gegenwärtige Gewalteskalation auf das Schärfste und appelliere eindringlich an alle in Deutschland lebenden Muslime, Ihren berechtigten und verständlichen Protest auf friedvolle und demokratische Weise kund zu tun!