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Gesundheitsreform gefährdet sichere Arzneimittelversorgung

Pressemitteilung von Martina Bunge,

Zu den Protestaktionen der Apothekerinnen und Apotheker, die heute in Düsseldorf und am 22. November demonstrieren, erklärt Martina Bunge, Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Gesundheit:

Die Angst vor einem Apothekensterben ist nachvollziehbar. In der Tat gefährdet die große Koalition mit ihrer Gesundheitsreform eine sichere Arzneimittelversorgung in fahrlässiger Weise. Wenn die Regierungspläne umgesetzt werden, kann das dazu führen, dass insbesondere auf dem Land viele Apotheken schließen oder ihr Beratungsangebot reduzieren müssen. Dies kann im Interesse der Patientinnen und Patienten nicht hingenommen werden.

Zwar gibt es eine Vielzahl von Apotheken, doch diese sind nicht der Kostentreiber im Arzneimittelbereich. Denn während die Ausgaben für Arzneimittel in den letzten zehn Jahren von 8,9 auf 15,4 Milliarden Euro gestiegen sind, sind die Rohgewinne von Apotheken und Großhandel in der gleichen Zeit geringfügig auf knapp 5 Milliarden Euro gesunken.

Beim Anhörungsmarathon im Gesundheitsausschuss in den vergangenen Tagen sind die vielen Probleme der Reform von Sachverständigen erneut deutlich benannt worden. Um Änderungen im Gesetzgebungsprozess zu erreichen, sind außerparlamentarische Proteste gegen die missglückte Reform wichtig und unterstützenswert.

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