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Gerechtigkeit für die Opfer der Brandkatastrophe in Pakistan statt Almosen von Kik

Pressemitteilung von Niema Movassat,

„Wir brauchen endlich verbindliche gesetzliche Regelungen in der Textilbranche und eine gerechte Entschädigung für die Opfer dieser Industrie statt Selbstverpflichtung und Almosen", fordert Niema Movassat, Obmann im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung der Fraktion DIE LINKE, anlässlich der heute stattfindenden Pressekonferenz des European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR), das die Klage von vier Überlebenden des Fabrikbrands in Pakistan vor Gericht in Deutschland unterstützt. Am 11.September 2011 ging die Textilfabrik Ali Enterprises im pakistanischen Karachi in Flammen auf, 260 Menschen kamen ums Leben. Hauptabnehmer war der Textildiscounter Kik. Movassat weiter:

„Nach der Brandkatastrophe hatte der Textildiscounter KiK Nothilfe und langfristige Unterstützung zugesagt, aber nur eine Nothilfe in Höhe von einer Million Euro gezahlt. Die langfristige Unterstützung hingegen hat man gänzlich versagt. Die einzelnen Entschädigungszahlen fielen dabei so gering aus, dass nur von Almosen gesprochen werden kann, die die Opfer zum Schweigen bringen sollen.

Deshalb erklärt sich die Fraktion DIE LINKE solidarisch mit den Klägern, die im Verfahren vor dem Landgericht Dortmund je 30.000 Euro Schmerzensgeld verlangen. Es muss endlich Schluss sein mit der Straflosigkeit von Menschenrechtsverletzungen in Textilunternehmen. Seit Jahren sehen wir, dass freiwillige Textilsiegel und Standards rein gar nichts gegen die oft sklavenartigen Produktionsbedingungen und mangelnden Sicherheitsvorkehrungen in der Textilproduktion ausrichten. Die Bundesregierung sollte endlich ihre vollmundigen Versprechen einlösen und gesetzliche Regelungen für Arbeits-, Menschenrechts- und Sozialstandards auf den Weg bringen."

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