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Für gerechte Löhne und eine intakte Rentenformel

Pressemitteilung von Klaus Ernst,

Eine richtige Diagnose stellt die OECD nach Ansicht von Klaus Ernst, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, dem deutschen Rentensystem mit ihrer Warnung vor wachsender Altersarmut. „Die Altersarmut wird die soziale Herausforderung dieses und der nächsten Jahrzehnte werden. Das Niveau der Renten sinkt in den nächsten Jahren dramatisch ab, weil die Rentenkürzungsprogramme, die von SPD, Union, Grünen und FDP während ihrer jeweiligen Regierungszeit durchgepeitscht wurden, jetzt zu wirken beginnen. Immer mehr Menschen müssen damit rechnen, nach einem Leben voller Arbeit mit einer Armutsrente abgespeist zu werden.“ Ernst weiter:

Ich halte nichts von der Therapieempfehlung der OECD. Die wachsende Altersarmut in Deutschland ist das Produkt der systematischen Zerstörung der gesetzlichen Rente durch die Regierungen Kohl, Schröder und Merkel.
Dieser Politik liegt dieselbe falsche Privatisierungsideologie zugrunde wie sie die OECD vertritt. Die Empfehlung eines Umstiegs auf das Schweizer Rentenmodell verschweigt, dass die Sockelrentenniveau bei den Eidgenossen oft unter dem Niveau der deutschen Grundsicherung im Alter liegt.

Damit würde gegen die Altersarmut faktisch nichts unternommen. Die Menschen müssten noch mehr Geld in private Versicherungen stecken und müssten zusehen, wie Spekulanten an den Finanzmärkten mit ihren Rentenbeiträgen Roulette spielen. Gerechte Löhne, gute Arbeit und eine intakte Rentenformel sind die einzige wirksame Therapie gegen die Altersarmut von heute und morgen.

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