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Frischer Wind für kommunale Energieversorger

Pressemitteilung von Dorothée Menzner,

„Es wird Zeit, dass kommunale Unternehmen ein größeres Gewicht im Energiemarkt bekommen. Es gilt schließlich, den atomaren und fossilen Konzernen mit ihrer rückwärtsgewandten Infrastruktur- und Preispolitik jeden Zentimeter Vorsprung abzunehmen“, so Dorothée Menzner anlässlich eines Presseberichts, demzufolge die acht größten deutschen Stadtwerke (8ku) zehn Milliarden Euro in den Bau neuer Kraftwerke investieren und damit den vier großen Energiekonzernen Konkurrenz machen wollen. Die energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

„Es darf nicht sein, dass kommunale Unternehmen die Fehler der Vergangenheit wiederholen. Investitionen in Kohlekraftwerke, wie von der 8ku angekündigt, auch wenn sie effizient mit Kraft-Wärme-Kopplung betrieben werden, sind nicht zukunftsfähig und obendrein klimaschädlich. Dass Deutschland bis Ende 2014 wesentlich schneller aus der Atomenergie aussteigen kann, hat DIE LINKE schon dezidiert dargelegt. Mit massiven Investitionen in Erneuerbare Energien können auch kommunale Versorger das offizielle Ende der Atomkraft von 2022 noch vorziehen. Es gilt, Fakten zu schaffen und Atom- und Kohlekraft einfach vom Markt zu drängen. Denn kommunale Unternehmen, wie demokratisch legitimierte Stadtwerke, sind ganz genau die Akteure, die die Energiewende voranbringen müssen, damit nicht nur ein ökologischer, sondern auch ein nachhaltig sozialer Effekt mit dem Systemwandel einhergeht. Dabei haben diese Unternehmen es in der Hand, endlich im großen Maßstab dezentral erneuerbare Energien auszubauen und als kommunale Versorger mit den richtigen Mitbestimmungsstrukturen wesentlich zur Demokratisierung des Energiemarktes beizutragen. Deshalb erwarten wir gerade von Kommunalversorgern frischen Wind und nicht die alte Kohlepest.“

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