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Faire Milchpreispolitik für Landwirtschaft und Verbraucher

Pressemitteilung von Kirsten Tackmann,

Zu den von der Zentralen Markt- und Preisberichtsstelle (ZMP) angekündigten Preiserhöhungen für Molkereiprodukte erklärt Kirsten Tackmann, agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE:

Milch ist ein wertvolles landwirtschaftliches Produkt. Die jahrelange Preisdrückerei der Discounter und der Verkauf unter Einstandspreis müssen ein Ende haben. Daher ist ein erhöhter Verkaufspreis von Milch, Quark und Joghurt begrüßenswert. Eine faire Preisbildung muss allerdings viele Interessen berücksichtigen: Die der Landwirtschaftsbetriebe und die der Verbraucher.

Daher lehnt DIE LINKE eine einseitige Gewinnrealisierung auf Kosten der regionalen Landwirtschaftsbetriebe ab und unterstützt die Forderung des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter von 40 Cent pro Liter. Nur so kann die Milch auch ohne die Milchquote eine Zukunft haben. Sie muss dort produziert werden, wo sie verbraucht wird.

Milch muss aber auch bezahlbar bleiben und nicht zu einem Luxusgut mutieren. Die Preissteigerung darf nicht zu einer Konsumminderung in einkommensschwachen Familien führen.

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