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Ethikrat endlich nominiert

Pressemitteilung von Petra Sitte,

„Ich begrüße, dass es gelungen ist, den deutschen Ethikrat - wie sein Vorgängergremium - interdisziplinär zu besetzen. Ich hoffe, dass sich das monatelange Gezerre zwischen Regierung und den Koalitionsfraktionen um die Besetzung des deutschen Ethikrats nicht negativ auf die gemeinsame Arbeit zwischen Parlament und Sachverständigenrat auswirkt“, so Petra Sitte, Mitglied im Ethikbeirat für die Fraktion DIE LINKE zur Nominierung der Mitglieder des Deutschen Ethikrats. Die forschungspolitische Sprecherin erklärt weiter:

„Pünktlich zur ersten parlamentarischen Beratung über das Stammzellgesetz werden die Mitglieder des Deutschen Ethikrats nominiert. Angesichts der Schnelligkeit, mit der heute bahnbrechende Forschungserkenntnisse in den Lebenswissenschaften erzielt werden, ist eine wissenschaftsgeleitete und unabhängige Beratung von Politik und Gesellschaft dringend notwendig.
Die klare Trennung zwischen Entscheidungsinstanz und Beratungsinstanz kann dabei einen sachorientierten Dialog zu den ethischen, sozialen, medizinischen und rechtlichen Fragen in den Biowissenschaften fördern. Als Mitglied des parlamentarischen Ethikbeirates freue ich mich auf eine gute Zusammenarbeit zwischen den Gremien“.

Die Fraktion DIE LINKE hat Prof. Dr. Frank Emmrich als Mitglied für den Deutschen Ethikrat vorgeschlagen. Der Stammzellforscher leitet das Leipziger Fraunhofer-Instituts für Zelltherapie und Immunologie, das mit rund 20 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, der Universität Leipzig und dem Sächsischem Ministerium für Wissenschaft und Kultur gefördert wird. Seine Kernkompetenzen liegen in der regenerativen Medizin, d.h. bei zelltherapeutischen Ansätzen zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe bis hin zum biologischen Ersatz durch in vitro gezüchtete Gewebe (Tissue Engineering).

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