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Erschütterung über Mord an afghanischer Frauenbeauftragten

Pressemitteilung von Karin Binder, Monika Knoche,

Anlässlich des Mordes an der Frauenbeauftragten der afghanischen Provinz Kandahar erklären Karin Binder, frauenpolitische Sprecherin und Vorstandsmitglied, und Monika Knoche, stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Leiterin des Arbeitskreises Internationale Politik:

Wir sind erschüttert über den Mord an Safia Hama Dschan. Wir verurteilen diesen gezielten Angriff gegen die Frauen-Beauftragte der afghanischen Provinz Kandahar aufs Schärfste und verlangen dringend die Aufklärung dieses heimtückischen Verbrechens sowie die Bestrafung der Täter.

Der feige Angriff auf Safia Hama Dschan ist ein Angriff auf alle Frauen und ein weiterer Schlag gegen Frauenrechte und Menschenrechte in Afghanistan.
Obwohl der Krieg in Afghanistan und die deutsche Militärbeteiligung immer auch mit der Situation der Frauen unter der Taliban-Herrschaft begründet wurden, hat sich die Lage der afghanischen Frauen wenig verbessert bzw. in weiten Teilen des Landes sogar verschlechtert. ISAF-Truppen arbeiten heute auch mit Warlords zusammen, deren Umgang mit Frauen sich von dem der Taliban kaum unterscheidet. Frauenrechte werden nur noch nachrangig behandelt.

Wir trauern um Safia Hama Dschan. Unsere Herzen sind bei ihren Angehörigen, Freundinnen und Freunden. In Solidarität mit den unterdrückten und entrechteten Frauen Afghanistans fordern wir erneut das Primat der zivilen Hilfe für Afghanistan. Militärische Mittel erzeugen keinen Frieden und auch keine Frauenbefreiung.

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